Die Entstehung der Silikonnasenbrille


PVC Weichmacher (DEHP) -Verboten in Kinderspielzeug, Kosmetik, Farben und Lacken -PVC ist streng verboten in Medizinprodukten für Säuglinge -Aussetzung von Weichmachern wird sogar am Arbeitsplatz überwacht -PVC, wird durch den Einsatz von DEHP 'weich gemacht',es wird zur Herstellung vieler weiterer Artikel verwendet;häufig ist es auch Bestandteil medizinischer Produkte.Bis vor kurzem war PVC der am häufigsteneingesetzte Kunststoff. Der Stoffkann während der gesamten Lebenszeit desmedizinischen Produktes ausgasen.
Der Denkanstoß - Im Jahr 2006 Aufnahme von neuen Produkten - wie die Sauerstoffmasken Oxymask und OxyPlus, gedacht für den Klinikbedarf, so kam es zu ersten Kontakten mit Langzeitsauerstoffpatienten - Die Anfragen von Langzeitsauerstoffpatienten nahmen zu - die der Kliniken nicht! Nach unzähligen Telefonaten mit Langzeitsauerstoffpatienten kamen immer wieder einheitliche Aussagen wie:
Eigentlich suche ich: - nach einer weichen Nasenbrille - nach einer Nasenbrille, die nicht ständig hart wird - nach einer Nasenbrille, die nicht stinkt, wenn ich die Verpackung öffne - nach einer Nasenbrille, die keine schädlichen Weichmacher enthält - nach einer Nasenbrille, deren Schlauch sich nicht verdreht - Gibt es so etwas vielleicht bei Ihnen ? Nein- bis dato nicht......
Dann, im Mai 2006, kam ein Anruf der es in sich hatte: Werte Firma MIC! Ich bin auf der Suche nach einer Nasenbrille aus Silikon! 'Für uns Sauerstoffpatienten, die täglich meist 24 Std., 7 Tage in der Woche, mit der Aussetzung von krebserregenden PVC Weichmachern leben müssen wird absolut nichts getan!!' Ich bastele mir seit JAHREN meine Brillen aus unzähligen Einzelteilen selbst ... das kann es doch nicht sein... ich kann doch nicht der Einzige sein, der auf der Suche nach einer Nasenbrille aus Silikon ist?! WARUM kann nicht jemand eine Brille aus Silikon herstellen? So schwer kann das doch nicht sein... wenn selbst ich so etwas zu Hause zusammenbasteln kann? Von diesen Anrufen folgten in kürzester Zeit 2 weitere...
Denn: Es gibt keine Grenzwerte für Sauerstoffpatienten, die - 7 Tage die Woche - über Jahre hinaus eine PVC Nasenbrille tragen.
Der Zeitraum: Vom Denkanstoß bis zur 1. CE -zertifizierten Brille aus Silikon, Modell Everest - Mai 2006, 1. Kontakt mit sauerstoffpflichtigen Patienten - Jan -- Aug. 2007, erfolglose Suche nach Herstellern einer Silikonnasenbrille - Sept. 2007, Kontaktaufnahme mit Neil Greenwood, Firmeninhaber und Bergsteiger bei den britischen Streitkräften Hampshire / England er selbst benutzt beim Bergsteigen Sonden aus Silikon - Nov. 2007, wird der 1. Prototyp aus Silikon NA 3,5 gebastelt und der Fa. Medical Instruments von Neil Greenwood präsentiert - Das Modell Everest ist 'geboren'
Erste Prototypen in zwei Durchmessern
Die Phase der Entwicklung - Folgende Probleme traten während der Testphase des Prototyps Na 3,5 auf: die Brille war zu schwer, der Schlauch zu dick - die Lautstärke war kaum zu ertragen schon bei einer Zufuhr von 2 Liter/min - ständige Strömungsgeräusche - die Brille löste ständig eine Selbsttriggerung aus - die Brillen haben 'gepfiffen' so dass sich selbst der Hund gewundert hat - die Nasenstege fielen heraus - die Nasenstege klebten an der Nasenwand - der Schlauchverbinder ließ sich nicht feststellen
Zeichnung der Silikonnasenbrille
Jan. 2008, Entscheidungsfindung, sollen wir den Schritt wagen? Feb. 2008, 300 Prototypen zum Testen treffen bei MIC in Herford ein - bis April 2009, in dieser Zeit folgten weitere 4 Prototypen, die immer wieder von interessierten und engagierten sauerstoffpflichtigen Patienten und Vorsitzenden von Selbsthilfegruppen getestet wurden - Nur durch diese aussagekräftigen Feedbacks und deren unermüdliche Hilfe war eine Produktion der jetzigen Everest möglich (während dieser Zeit wurde auch ans Aufgeben gedacht)
Juni 2009, Produktionsstart bei der Firma Fortune Medical mit FREIGABE zur CE-Zertifizierung - Okt. 2009, 1. Lieferung der CE zertifizierten Nasenbrillen aus Silikon Modell Everest 1200 - Dez. 2009, Eintrag der Pharmazentralnummer - April 2010, 2. Lieferung auch mit neuer Länge von 1,80 Meter, die Störungsfaktoren werden beseitigt und es werden	weitere Modelle folgen - Die Silikonnasenbrille im Einsatz:
Nasenbrille aus Silikon - Model Everest - wurde schon bei Expeditionen eingesetzt
Nasenbrille aus Silikon Modell Everest 1200, seit Oktober 2009 im Handel verfügbar
Aktueller Stand - Modell Everest (Aussagen der Käufer), Vorteile: - Modell Everest ist und bleibt weich - Modell Everest ist geruchlos und gibt keine gefährlichen Gase ab - Modell Everest enthält keine Weichmacher, sondern ist aus reinem Silikon - Modell Everest reizt nicht weiter die meist schon irritierte Haut an Nase, Wangen u. Ohren - Modell Everest ist auskochbar und somit keimfrei wiederverwendbar - Modell Everest hat einen austauschbaren Nasensteg - Modell Everest ist langlebig, mindestens 1 Jahr
Nachteile: Modell Everest ist nur 1,20 Meter lang - Modell Everest ist nicht für einlumige Geräte geeignet (z.B. nicht für den Helios Marathon) - Modell Everest ist ab einer gewissen Literzahl immer noch zu laut - Modell Everest ist für eine Privatleistung zu kostspielig - Modell Everest hat nur einen geraden Nasensteg
Die weitere Entwicklung: Die Silikonnasenbrille Everest wird in einer Länge von 1,80 Meter produziert somit kann zwischen 2 Längen gewählt werden 1200 oder 1800 mm - an der Lärmreduktion wird weiter gearbeitet - es wird überlegt weitere austauschbare Nasenstege wie z.B. gebogene Stege oder kleinere Stege zu entwickeln
Offene Sauerstoffmaske - Headset mit Diffusor